Visueller Stress? – Visualtraining hilft!

Stressfaktor Bildschirm – Energiefresser Nr. 1

Visuelle Naharbeit bedeutet eine hohe Belastung für die Augen – insbesondere die Bürotätigkeit am Bildschirm. Selbst die Freizeit bietet den Augen kaum noch Entlastung, weil digitale Medien und Bildschirme (Smartphone, Tablet, Fernsehen) auch dort genutzt werden. Kurz: Die Herausforderungen an das menschliche Sehen haben sich grundlegend verschärft.

Die Augen sind eigentlich nicht für permanente Bildschirmarbeiten ausgelegt. Visuelle Informationen nehmen wir fast immer über reflektiertes Licht wahr – am Bildschirm schauen wir aber direkt in eine Lichtquelle hinein. Zudem werden wir mit einer hohen Dichte an visuellen Reizen und unterschiedlichsten Informationsformaten konfrontiert. Durchschnittlich führen wir täglich allein 12.000-33.000 Blickbewegungen bei der Bildschirmarbeit im Büro aus. Die Pupillen müssen sich 4.000-17.000 mal pro Tag an unterschiedliche Lichtbedingungen und Entfernungen anpassen. Die visuelle Informationsverarbeitung am PC ist Hochleistungssport für die Augen.

Nahezu 80 Prozent derjenigen, die täglich mehr als drei Stunden am Computer arbeiten, leiden laut einer Untersuchung der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin an Augen- und Rückenbeschwerden.

Die dauerhafte Arbeit am Bildschirm führt zu muskulären Verkrampfungen der Augen. Bereits ab einer Stunde Bildschirmarbeit benötigen die Augenmuskeln ungefähr 10 Minuten, um sich wieder vollständig zu entkrampfen. Mit jeder weiteren Arbeitsstunde steigt die Kurve für die benötigte Regenerationszeit exponentiell an: So sind bei 3 Stunden PC-Arbeit schon etwa eine Stunde Erholungszeit für die Augen erforderlich – bei sechs Stunden sind es bereits drei Stunden.

Bloße Entspannungsübungen reichen folglich nicht: So lange könnten wir uns gar nicht entspannen, wie wir unsere Augen am Bildschirm belasten. Wer seine Augen von vorneherein auf die richtige Weise nutzt, braucht gar nicht erst zusätzliche Entspannung!

Eine gute (Bildschirm-)Brille allein ist auch keine Lösung – denn gutes Sehen heißt mehr, als bloß die Augen scharf zu stellen.

Die erhöhte Beanspruchung des visuellen Systems führt zu einem hohen Energieverbrauch des gesamten Organismus, der auf Kosten der allgemeinen Leistungsfähigkeit geht. In diesem Fall wird von „visuellem Stress“ gesprochen.

Woran erkenne ich visuellen Stress?

Klassische Augenbeschwerden:

  • brennende, trockene oder rote Augen
  • schmerzende oder schnell übermüdete Augen
  • Probleme beim Fixieren von Gegenständen
  • Schwierigkeiten beim schnellen Scharfstellen des Bildes
  • Licht- und Blendempfindlichkeit (z.B. beim Autofahren)

Daraus resultierende Folgeprobleme:

  • körperliche Fehlhaltungen (z.B. Schiefhalten des Kopfes)
  • Kopf- oder Nackenschmerzen
  • Verspannungen in der Körpermuskulatur
  • allgemeiner Leistungsabfall
  • Migräne

Häufige Symptome beim Lesen:

  • Verschwimmen des Textbildes unter Stresseinfluss
  • Schwierigkeiten, den Blick in der Textzeile zu halten oder beim „Einfädeln“ des Blicks in die jeweils nächste Zeile
  • häufige Regressionen (Steckenbleiben und Zurückspringen im Text)
  • ungewollte Sprünge im Text, wichtige Informationen werden übersehen
  • Konzentrationsschwierigkeiten und schnelles Ermüden
  • auffällige Verständnisschwierigkeiten
  • Motivationsprobleme oder generelle Leseunlust

Leistungsfähiges Sehen bedeutet, dass die visuellen Reize, die das Auge wahrnimmt, präzise erfasst und weitergeleitet werden können. Je besser dies gelingt, desto einfacher kann das Gehirn diese Informationen auch verarbeiten.

Ergonomisch richtiges Sehen schafft Entlastung: Wer weniger Energie für sein visuelles System verbraucht, der kann sich besser auf die wesentlichen Aufgaben konzentrieren!

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Gutes Sehen im Büro

Stundenlanges Starren auf einen fixen Bildschirm reduziert die Beweglichkeit und Flexibilität der Augen; die Position der Augachsen wird dauerhaft auf Nahsicht “festgezurrt”. Wichtige Funktionalitäten unseres Sehens verkümmern somit – und langandauernde Bildschirmarbeit wird leicht zur Qual. Aber auch das Sehen jenseits der Büroarbeit – im Straßenverkehr, beim Sport etc. – verschlechtert sich.

Sehen ist ein äußerst komplexer und individueller Vorgang, bei dem beide Augen und das Gehirn wie ein gutes Team zusammenspielen müssen. Der Brillenpass verrät Ihnen lediglich einen kleinen Teilausschnitt dessen, was Ihr Sehen ausmacht.

Wenn Sie beim Optiker Ihre Dioptrienstärken ermitteln lassen, schauen Sie abwechselnd und nur mit einem Auge auf eine Buchstaben- oder Zahlentafel, die sich in einem festen Abstand von einigen Metern befindet. Eine ziemlich künstliche Situation, die vom Büroalltag relativ weit entfernt ist!

In der Regel schauen wir mit beiden Augen gleichzeitig. Oft bewegen wir uns dabei oder haben es mit wechselnden Sehabständen zu tun (z.B. Wechsel vom Bildschirm zur Papiervorlage). Manchmal bewegen sich auch die Objekte unseres Sehens, die zudem häufig dreidimensional sind.

Aufgabe des Visualtrainings ist es, bei jedem Kunden einzeln und individuell die Funktionalität des Sehens zu testen, um daraufhin ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm zu entwickeln, das allen Anforderungen des Sehens gerecht wird.

Umfassend gutes Sehen hängt dabei insbesondere von folgenden fünf Faktoren ab:

  1. Augenbeweglichkeit (Motilität): Wie flexibel ist meine Augenmuskulatur? Wie schnell kann ich vom Nahbereich in die Peripherie wechseln – und umgekehrt?
  2. Beidäugigkeit (Vergenz): Arbeiten meine Augen optimal zusammen? Oder schaltet sich ein Auge stressbedingt unmerklich ab? Gibt es Doppelbilder oder „tanzende Wörter“? Wie gut können meine Augen vor lauter exzessiver (Computer-)Naharbeit noch in die Ferne schauen?
  3. Scharfstellen der Augenlinsen (Akkommodation): Wie gut gelingt mir das noch, wenn ich stundenlang vorm Bildschirm sitze? Sehe ich die Buchstaben manchmal verschwommen? Werden ab Anfang/Mitte 40 die Arme beim Lesen “zu kurz” (Alterssichtigkeit/Presbyopie)?
  4. Wechsel der Blickposition (Fixation): Wie zielgenau komme ich von einem Blick-Punkt zum nächsten (z.B. bei IBAN-Nummern)? Verrutscht mein Blick häufig beim Zeilenwechsel?
  5. Gehirnintegration: Wie effizient werden die visuellen Sinnesdaten von den Augen ans Gehirn weitergereicht? Wieschnellkannichdiesen Input in Handlungenumsetzen?

Was leistet ein Visualtraining im Unterschied zu den Ihnen bekannten Augen-Experten? Kurz zusammengefasst:

  • Der Augenarzt kümmert sich um Augenerkrankungen – nicht jedoch um den eigentlichen Sehvorgang im Normalzustand.
  • Der Optiker stellt die mechanische Korrektur einer Fehlsichtigkeit bereit.
  • Der Betriebsarzt sichert die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes.
  • Der Visualtrainer optimiert die umfassenden Sehfunktionen im realen Alltag.

Staunen, messen, trainieren
– mit visiowert zu neuen Sichtweisen

Ob VortragGesundheitstagInhouse- oder öffentliches Training – Sie erleben zunächst einmal zahlreiche “Aha-Effekte”, die Ihnen ungeahnte und faszinierende Aspekte unseres täglichen Sehens vor Augen führen.

Einfache Übungen etwa zur Augenbeweglichkeit oder zur Auge-Gehirn-Koordination können bereits im Rahmen eines Vortrags in einer größeren Gruppe gemeinsam umgesetzt werden.

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Ob im Vortrag, Screening oder Training – Sie erleben zunächst einmal zahlreiche “Aha-Effekte”, die Ihnen ungeahnte und faszinierende Aspekte unseres täglichen Sehens vor Augen führen.

Einfache Übungen etwa zur Augenbeweglichkeit oder zur Auge-Gehirn-Koordination können bereits im Rahmen eines Vortrags in einer größeren Gruppe gemeinsam umgesetzt werden.

Kern des eigentlichen Trainings und Voraussetzung für nachhaltige Veränderungen ist die Vermessung (Screening) jedes einzelnen Teilnehmers. Dabei wird ein visuelles Leistungsprofil erstellt, das die verdeckten Energiefresser und die Ursachen für Sehstress aufzeigt.

Auf dieser Basis erhalten Sie einen individuell zugeschnittenen Trainingsplan mit motivierenden Übungen, die ca. zehn Minuten pro Tag kosten und sich bequem in den Büroalltag integrieren lassen. Schnelle Fortschritte sorgen dafür, dass man gerne „dranbleibt“ und sich eine nachhaltige Änderung der Sehgewohnheiten einstellt.

Die bestmögliche Nachhaltigkeit erzielen Sie mithilfe einer optional buchbaren Nachvermessung einige Wochen oder Monate im Anschluss an ein Inhouse-Training. Auf dieser Basis können Sie Fortschritte exakt ermitteln und den Trainingsplan individuell anpassen.

Wenn Sie in Ihrem Veränderungsprozess über einen längeren Zeitraum persönlich begleitet werden möchten, bieten wir auch Einzelcoachings an.

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